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Start Rückblick Rückblick 2003 - Herbsttour

Rückblick 2003 - Herbsttour

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Nachlese zur Herbsttour 2003
Team Herbst 2003

Botswana / Zimbabwe / Zambia / Namibia

5000 Kilometer, 1035 Ltr. Benzin, 27 Tage, 6 Militär- und Polizeikontrollen, 1 Panne, zwei lange G Modelle, 8 Teilnehmer und unvergessliche Eindrücke.

Wir wollten und haben das unverfälschte südliche Afrika abseits der üblichen Touristenrouten Er-Fahren.
In der ersten Nacht nach unserer Abreise aus Windhoek, Namibias Hauptstadt, campierten wir in Buitepos. Die Campsite liegt im Nirgendwo einen Steinwurf von dem Grenzposten Botswanas entfernt, ist aber erstaunlich gut gepflegt.
2003_herbst_hippoWeiter ging es nach den Grenzformalitäten Richtung Osten zu unserer ersten Station Maun am Südrand des Okavango Deltas gelegen und Startpunkt für die meisten Safaris. Wie immer entschieden wir uns für die Campsite des Audi Camps das für Andrea, Karin und Axel auch als Startpunkt für eine Mokoro Tour ins Okavango Delta diente.
Zwei Übernachtungen später entschieden wir uns Transit durch den Chobe mit Ziel Kasane zu fahren. Zwei Jahre zuvor hatte ich mir noch geschworen: nie wieder Transit durch den Chobe!
Die Piste ist einfach zu versandet und, so auch dieses Mal. Bei 40° im Schatten haben wir mit    vereinten Kräften zwei G`s aus dem Sand gebuddelt.
Zimbabwe, Zambia, Namibia und Botswana: gleich vier Länder treffen hier aufeinander, nur durch den Zambesi und Chobe River getrennt und alles in und um Kasane. Nirgends gibt es so große Elefantenherden. Durch die Dichte an Wildlife-Erlebnismöglichkeiten könnte man Kasane/Chobe schon fast als Konkurrent zum Okavango Delta bezeichnen. Spätestens um 15:00 Uhr nimmt man seinen Platz im Boot ein. 2003_herbst_rastDie Sundowner-Tour mit einer Vielzahl an afrikanischem Wild vor einer absoluten Traumkulisse bleibt ein unvergessenes Erlebnis. Wir nutzten noch die Versorgungsmöglichkeiten in Kasane, bevor wir uns auf den Weg nach Victoria Falls begaben. Nach meinem 7. Besuch hier nur einige Fakten: Die ganze Struktur von Victoria Falls ist  nur auf Tourismus ausgelegt.    
Die Victoria Fälle sind zweifellos eine der größten und spektakulärsten Wasserfälle der Welt. Von seiner Quelle am Rand von Zaire schlängelt sich der Sambesi Fluß über 1 300 km durch die bewaldeten Hochebenen Sambias. An der Stelle, wo der Fluß ca. 1 688 m breit ist, fließen durchschnittlich 550 Millionen Liter Wasser pro Minute, über 5 Hauptfälle - Devil's Cataract, Main Fall, Horseshoe Falls, Rainbow Falls, Eastern Cataract. Jeder Wasserfall ist von den anderen nur durch etwas höher gelegene Felsen getrennt. Der höchste Wasserfall, der Rainbow Falls, ist durchschnittlich 108 m hoch. Ungefähr so groß wie Großbritannien, grenzt Simbabwe an Südafrika, Botswana, Sambia und Mozambique. Inmitten dieses kontrastreichen Landes, mit Wäldern im zentralen Hochplateau, der Savannengegend im Nordwesten und den spektakulären Bergen im Osten, liegt die  Schönheit des "Mosi-oa-Tunya" (der Rauch, der donnert) - die Victoria Fälle.

Neben der Erkundung der spektakulären Wasserfälle wurden auch noch andere Aktivitäten genutzt. Andrea, Karin und Axel ließen sich eine Rafting Tour nicht entgehen. Sorgen bereiten nur die leeren Lebensmittel Regale und die gähnende Leere der Tanks an den Tankstellen. Präsident Mugabes Politik lässt grüßen.
Wir mussten jedoch weiter. Binga am Kariba Stausee unserm nächstes Ziel.
Binga, ca. 600 m hoch gelegen, ist nach Kariba der größte Ort am See und man hatte das Gefühl, „am Ende der Welt zu sein.“ Und in dem dortigen Hospital konnte ich auch meine aus Deutschland mitgebrachten Medikamente übergeben, die äußerst dankbar angenommen wurden.Wir erreichen den Ort Kariba, Hauptort an dem gleichnamigen Stausee.
Der Staudamm ist die Hauptattraktion;
2003_herbst_elefantAuf der Mopani Bay Camp Site errichten wir unser Camp. Schön gelegen und ruhig, weil etwas außerhalb von Kariba. Hier kann man oft Hippos beobachten und nachts trottet gelegentlich ein Elefant durchs Camp  um von den Mangobäumen zu naschen.
Info zum Karibasee: Ende der 50 er Jahre wurde mit dem Karibadamm der Sambesi- mit einer Länge von ca. 400 Kilometern einer der größten Ströme Afrikas nach Nil, Kongo und Niger- zum Karibasee aufgestaut und damit der größte künstliche See geschaffen. Der 400 Kilometer lange und 30 Kilometer breite See hatte damals gewaltige Auswirkungen auf die dort lebenden Menschen und Tiere. Ein großer Lebensraum für wild lebende Tiere verschwand plötzlich im Wasser.
Wir verlassen Kariba mit Ziel: Lower Sambesi National Park in Sambia.
Auf dem Lower Sambezi Camp, in einer traumhaften Lage, schlugen wir unser Camp auf. Der Unterlauf des Sambezi ist Nationalpark und bietet Kajak- und Bootstouren auf dem Sambezi an. Hautnahe Begegnungen mit Flusspferden und Elefanten waren das beeindruckende Erlebnis unserer Bootstour.
2003_herbst_waschtagÜber Lusaka, wo wir uns nochmals versorgten, fuhren wir in das Chunga Camp im Kafue National Park, dem mit Abstand größtem Park Sambias.  Für mich eines der urwüchsigsten Camps in Sambia. Dazu direkt am Kafue River gelegen hatte die Sache für uns einen Haken: Die Park- und Übernachtungsgebühren sind mittlerweile exorbitant und müssen dazu in US Dollar bezahlt werden, so dass wir uns nach nur einer Übernachtung zur Weiterfahrt entschlossen. Wir hatten das Gefühl, dass die Leistung in keinem Verhältnis  zum geforderten Preis stand und fühlten uns ausgenommen. Schade, so mußten wir auf einen längeren Aufenthalt in dieser schönen Umgebung verzichten.
Über Mongu und Senanga ging es dann am Zambesi entlang Richtung Namibia. Die Piste war furchtbar. Schotterpisten mit tiefen Schlaglöchern, übelstes Wellblech und Sandpisten wechselten sich ab. Und dort in dem unwegsamen Gebiet mit Staub und Hitze gab Brummers Benzinpumpe mal wieder den Geist auf, so dass wir den Zambesi im Dunkeln überqueren mussten. Um auf den Seelenverkäufer zu kommen, mußten wir erst durch Tiefsand. Es folgte eine abenteuerliche Überfahrt und über die holprige Fährklappe wurden wir in die Dunkelheit der afrikanischen Nacht entlassen. 2003_herbst_sonnenuntergangNicht ohne vorher noch 150,00 Rand zu berappen.  Wir waren froh, die Überfahrt überstanden zu haben.
Geschafft! Noch kurz die Grenzformalitäten und Namibia hatte uns wieder.
Nach West Caprivi mit unvergleichlichen Landschaftserlebnissen und den Popa Fällen, die eigentlich nur eine Reihe von Stromschnellen sind, und daher von allen weiblichen Reiseteilnehmern und Axel zum Schwimmen genutzt werden. Wir entschlossen uns letztlich noch zu einem Abstecher in und durch die Etosha Pfanne. Und es ist immer wieder ein Genuß das leuchtend-weiße Fort aus deutscher Kolonialzeit in Namutoni auftauchen zu sehen. „Uns lockte auch die Pirsch über die, übrigens bestens geschotterten, Pisten.“In der Mitte der Etosha liegt das Camp Halali, benannt nach dem Jäger Signal für „Jagd aus“. Wir bekamen noch wunderbare Bilder an den Wasserlöchern von HALALI und dem Camp Okaukuejo geboten, wenn die Tierwelt sachte aus der Dunkelheit auftauchte.
Solch hautnahe Tier Erlebnisse waren letztlich  die schönste Belohnung unserer Safari, als wir uns auf den Rückweg nach Windhoek begaben, um den Kreis zu schließen.
Unser Flugzeug wartete nicht. Aber wir kommen ja wieder.

Es ist wirklich erstaunlich, wie viel Gesichter dieses phantastische Land hat.

 
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